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     +++  09.05.2018 Dorfladen für Antdorf in Planung  +++     
     +++  04.05.2018 Volltrunkene Frau kaum zu bändigen  +++     
     +++  30.04.2018 Antdorf im Mai  +++     
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     +++  17.01.2018 Schwerverletzte auf Straße gefunden  +++     
     +++  15.01.2018 Ersatz für abgebrannten Stadel  +++     
     +++  04.01.2018 Reiterhof will in Außenbereich  +++     
     +++  02.01.2018 Der Vater der Asphaltbahnen  +++     
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Gewerbe hat Vorrang im Gewerbegebiet

Antdorf, den 07.11.2017

Die Gemeinde Antdorf hat die baulichen Rahmenbedingungen für ihr

neues Gewerbegebiet „Am Steinbachweg“ nachgebessert. Der Gemeinderat

beschloss die entsprechende Satzung. Vorangegangen war eine Änderung

des Bebauungsplans samt öffentlicher Auslegung und Berücksichtigung von

Stellungnahmen von Fachbehörden und Öffentlichkeit. Zu der Änderung hatte

sich der Rat aus mehreren Gründen entschlossen. Vor allem war nach der

Fertigstellung des 4,2 Hektar großen Gewerbegebiets im Juni 2016 mit den

ersten Bauanträgen klar geworden, dass man bei den Betriebswohnungen eine

ungewünschte baurechtliche Lücke gelassen hatte. Derartige Wohneinheiten

waren in Ausnahmefällen möglich, eine Größenbegrenzung war allerdings nicht

festgeschrieben. Im Rat wuchs die Sorge, dass es zu Auswüchsen kommen

könnte. Nun gibt es eine klare Linie: Betriebswohnungen sind zulässig, wenn

ihre Bruttofläche nicht 40 Prozent des Gewerbebereichs überschreitet. Zudem

dürfen sie nicht größer als 150 Quadratmeter sein. Die Gemeinde beharrte im

Planverfahren gegenüber dem Weilheimer Landratsamt auf ihrem Standpunkt:

Betriebswohnungen sollen mit der neuen Regelung in dem Areal weiter möglich

sein. Man wolle mit stringenten Vorgaben keine Firmen abschrecken, betonte

Bürgermeister Klaus Kostalek nochmals. Auch gehe es um die Sicherheit in

dem Gebiet: Wenn dort Inhaber oder Mitarbeiter gleich neben ihrem Betrieb

wohnen, sei dies von Vorteil. Mit der Regelung, ist der Rathauschef überzeugt,

bleibt der Charakter des Gewerbegebiets gewahrt – denn die Betriebe und ihre

Abläufe hätten, gerade beim Lärmschutz, immer Vorrang vor einer Wohnnutzung.

Die Gemeinde hofft, Konflikten so einen Riegel vorschieben zu können. Mit der

Bebauungsplan-Änderung kommt zudem die Kommune, wie geplant, den

Betreibern des angrenzenden Sonderlandeplatzes für Ultraleichflugzeuge

entgegen. Der Gemeinderat hatte sich im März dazu entschlossen, einen Teil

der Sonderfläche in das Gewerbegebiet aufzunehmen um mit dem baurechtlichen

Kniff den Bau eines Geschäftshauses mit Wohn- und Seminarräumen zu ermöglichen.

Das Problem der Gemeinde war nämlich: Sollte der Flugbetrieb eingestellt werden,

müsste das Haus eigentlich wieder entfernt werden. Als Lösung wird ein Teil des

Grundstücks einfach dem Gewerbegebiet zugeschlagen, der Nutzer nachträglich

entsprechend an den Erschließungskosten beteiligt. Der Vorteil: Sollte der Flugbetrieb

in der Zukunft eingestellt werden, müsste das Gebäude trotz fehlender Sondernutzung

nicht zurückgebaut werden. Landebahn und Hangar bleiben bei der neuen Regelung

allerdings außen vor. In der jüngsten Sitzung lag der Bauantrag für das Gebäude auf

dem Tisch. Der Gemeinderat nahm es zur Kenntnis. Ein Beschluss war nicht nötig:

Weil es dem Bebauungsplan entspricht, läuft das Vorhaben laut Bürgermeister im

Freistellungsverfahren.

 

Quelle: Penzberger Merkur (andreas baar)