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1312 Plattler: Weltrekord in Antdorf

Antdorf, den 31.05.2019

Der Weltrekord im Schuhplatteln ist wieder in bayerischen Händen. 1312 Trachtler aus ganz Bayern plattelten am Donnerstag in Antdorf zur Ambosspolka – fünf Minuten lang und synchron. Als die Schiedsrichterin, eine Hamburgerin vom Guinness-Buch der Rekorde, etwas später das Urteil sprach, brandete Jubel auf.

 

Die bayerischen Trachtler haben ihren österreichischen Nachbarn den Plattler-Weltrekord abgejagt. Die Österreicher hielten ihn mit immerhin 1296 Plattlern – bis Donnerstag genau um 14.35 Uhr. Dann gab Schiedsrichterin Lena Kuhlmann vom Guinness-Buch der Rekorde das Ergebnis bekannt: 1312 Plattler hatten unter den Augen von 30 Schiedsrichter-Assistentinnen synchron fünf Minuten lang geplattelt, also entsprechend den Regularien; nur eine Person musste aus der Teilnehmerzahl abgezogen werden. „Sie können sich jetzt offiziell Weltrekordhalter nennen“, rief Lena Kuhlmann. Dann brandete Jubel auf, auch unter den tausenden Zuschauern, die die abgesperrte Antdorfer Hauptstraße säumten. Was auch immer wieder zu hören war: „Petrus ist ein Trachtler.“ Denn nach regenreichen und kalten Tagen herrschte am Donnerstag strahlender Sonnenschein.

Zu verdanken ist das Ereignis dem Antdorfer Trachtenverein „D’Waxnstoana“. Er hatte im Rahmen seines 100-jährigen Gründungsjubiläums – es wird momentan mit einer Festwoche gefeiert – die Idee geboren, den Weltrekord heim nach Bayern zu holen. Viele Monate lang wurde das Ereignis von den „Waxnstoana“, allen voran Vorsitzender Andreas Huber, vorbereitet. „Wir schaffen es“, hatte er zuvor gesagt. Aber auch: „Ich bin nervös wia’d Sau.“

 

Aus allen bayerischen Gauverbänden waren Trachtler nach Antdorf gekommen, erzählte Loisachgau-Vorsitzender Josef Ponholzer („eine bärige Aktion“). Natürlich auch aus der näheren Umgebung. „Das ist eine einmalige Geschichte“, freute sich Klaus Reile von den „Loisachtalern Maxkron“, die mit 23 Trachtlern antraten. „Eine fantastische Idee“, pflichtete ihm Rico Prillnitz bei. Und: „Freilich schaffen wir das.“ Veronika Wandinger begleitete ihren Mann, der mitplattelte. „Der Weltrekord muss heim nach Bayern“, sagte sie. Da war es natürlich schon eine Ehre, dabei zu sein. „Alles, was stehen kann, plattelt heute“, sagte der Sindelsdorfer Markus Gastager, der selbst „zwengs der Gaudi“ gekommen war. Und tatsächlich: Mitmachen durften alle Burschen ohne Altersbeschränkung, also auch Kinder – Hauptsache, es wurde korrekt geplattelt.

 

Kurz nach 13 Uhr wurde es spannend. Die Zuschauer zogen sich hinter die Straßenabsperrung zurück. Dann kamen die über 1300 Plattler, alle in Lederhosen und weißem Hemd, um sich auf den rund 400 Metern aufzustellen. Allein das war schon eine logistische Glanzleistung. Sie hatten sich zuvor registrieren lassen und erhielten ein Armband mit Code, der beim Betreten des abgesperrten Bereichs eingescannt wurde. Dann wurden sie in Pulks von 50 Burschen auf die Straßenabschnitte verteilt, jeweils in Fünferreihen, damit alle Platz hatten. Gegen 14 Uhr, nach einem Testlauf zum Warmplatteln, ging es los – fünf Minuten lang Platteln zur Ambosspolka. Danach dauerte es noch einmal 20 Minuten, in denen sich die Schiedsrichterinnen zurückzogen, bis das Urteil stand.

Einen besonderen Eindruck hatten die vielen Trachtler auch auf Lena Kuhlmann gemacht. „Es war unwahrscheinlich schön anzusehen“, sagte die 33-jährige Oberschiedsrichterin aus Hamburg, die sich zuvor die Plattel-Regeln angeeignet hatte und von 30 bayerischen Assistentinnen unterstützt wurde. Vor Freude beinahe die Worte fehlte am Ende dem „Waxnstoana“-Vorstand Andreas Huber. „Es war brutal“, sagte er auf der Bühne. „Dankeschön an alle, die mitgemacht haben.“

Fernsehen

 

Das Bayerische Fernsehen zeigt einen Beitrag zum Rekord am Sonntag, 2. Juni, ab 17.45 Uhr in der Reihe „Schwaben & Altbayern“. Bilder vom Weltrekord in Antdorf gibt es unter „www.merkur.de“.

 

Quelle: Penzberger Merkur