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     +++  08.11.2017 Bank spricht über Filialschließung  +++     
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     +++  13.10.2017 „Die Bank verrät ihre Wurzeln“  +++     
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„Die Bank verrät ihre Wurzeln“

Antdorf, den 13.10.2017

In Antdorf und Habach herrscht Verärgerung über die Schließung der beiden VR-Filialen zum Jahresende

 

Habach/Antdorf – Die angekündigte Schließung der Bankfilialen in Habach und
Antdorf sorgt in den zwei Gemeinden für Verärgerung. Wie berichtet, will die VR
Bank Starnberg-Herrsching Landsberg diese Außenstellen zum 2. Januar 2018

dichtmachen. Antdorf und Habach sind dann ohne Bankfiliale. Er sei „arg enttäuscht“,

sagte gestern der Antdorfer Bürgermeister Klaus Kostalek auf Nachfrage über den Plan der

Genossenschaftsbank. „Sie verrät ihre Wurzeln“, kritisierte er. Kostalek erinnert
daran, dass diese Art von Bank einst von den kleinen Leuten gegründet wurde.
„Und diese werden jetzt im Stich gelassen.“ Den Widerspruch zum ursprünglichen
„Raiffeisengedanken“ sprach auch der Habacher Bürgermeister Michael Strobl an.
Die Rathaus-Chefs spielen damit auf die Raiffeisenbanken an, die im ländlichen
Raum vor über 100 Jahren von Bauern und Handwerkern geschaffen wurden, um
die kleinen Leute vor Wucherern zu schützen, basierend auf einer Idee des Sozialrefor-
mers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. In Habach entstand 1905 ein „Darlehenskassen-
verein“, in Antdorf 1909. Sie gingen später in größeren Genossenschaftsbanken auf, die
schließlich zur VR Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg fusionierten.
In Habach befindet sich die Filiale im Rathaus-Gebäude. Der Mietvertrag der Bank lau-
fe noch einige Jahre, so Strobl. Deshalb sei es überraschend, dass die Filiale gestri-
chen wird. In der Vergangenheit waren die Öffnungszeiten bereits auf Montag und
Donnerstag reduziert worden. Das konnte Strobl noch nachvollziehen, aber nicht,
dass ganz geschlossen wird. „Was machen dann die älteren Leute?“, fragt er. Mühsam
habe man extra einen Dorfladen aufgebaut. „Und nun macht die Bank zu.“
Auch sein Antdorfer Amtskollege Kostalek sorgt sich um die Menschen, die nicht

mobil sind. Das Angebot der Bank, Geld per Kurier zu bringen, hält er für keine Al-
ternative. In Antdorf befindet sich die Filiale am Schleierweg. Damit, dass sie schließt,
hat Kostalek gerechnet. Aber dass es auch keinen Bankautomaten geben soll, ärgert
ihn. „Wir sind vor vollendete Tatsachen gestellt worden.“ Dabei hätte er am Dorfplatz
einen Standort für einen Automaten angeboten. Kostalek erzählt, dass im Dorf Neubür-
ger ihre Konto meist in der Filiale eröffnet hatten. Diese, glaubt er, werden künftig zu
anderen Online-Banken gehen und nicht zur VR-Bank. „Ob der Schuss nicht nach
hinten losgeht?“, fragt er. Die Bank hatte am Mittwoch die Schließung von acht Filialen

bekannt gegeben. Entscheidend, hieß es, sei die Kundenfrequenz und Entfernung zur

nächsten Filiale. Betroffen sind auch Stockdorf, Breitbrunn, Traubing und Hechendorf (Land-
kreis Starnberg) sowie Dettenschwang und Stadl (Landkreis Landsberg).