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     +++  27.11.2018 Antdorfs Bevölkerung wächst  +++     
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     +++  11.07.2017 Das Ferienprogramm 2017 ist da  +++     
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Der Vater der Asphaltbahnen

Antdorf, den 02.01.2018

Georg Wörle, Ehrenvorstand des Eisstock-Clubs Antdorf, ist mit 87 Jahren verstorben

 

Ohne ihn gäbe es heute in Antdorf vielleicht keinen Eisstock-Club: Ehrenvorstand Georg Wörle ist am 22. Dezember im Alter von 87 Jahren verstorben. Er hatte den Verein über die Grenzen des Dorfes hinaus bekannt gemacht – durch die geniale Idee, den Sport mit Asphaltbahnen vom Wetter unabhängig zu machen.

 

 

 

 

Georg Wörle, in Antdorf als der „Gröber Schorsch“ bekannt, starb kurz vor Heiligabend im Kreis seiner Familie. Ehefrau Josefine, drei Söhne und Schwiegertöchter, fünf Enkelkinder und viele Freunde trauern um ihn. Ein erfülltes Leben liegt hinter Georg Wörle. Allseits beliebt und ein Original mit viel Humor, so beschrieb ihn Pfarrer Peter Seidel am Samstag im Trauergottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Danach erfolgte die Beisetzung auf dem Friedhof.

2016 hatte Georg Wörle mit seiner Frau Josefine die diamantene Hochzeit gefeiert. Kennengelernt hatten sie sich 1950, als der Schorsch in Oberammergau beschäftigt war, nachdem er in Antdorf bei „Völk“ seine Lehre als Schmied beendet hatte.

Gern und regelmäßig besuchte er die Veranstaltungen aller Vereine des Dorfes, aber seine große Leidenschaft war das Eisstock-Schießen. 1962 gründete er mit Gleichgesinnten den Eisstock-Club, kümmerte sich von 1970 bis 2000 als Vorstand um den Verein und wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Fritz Nägele war Georg Wörle maßgeblich am Bau der ersten Asphaltbahn Deutschlands beteiligt. Eisstock-Schießen gehört gerade in den Alpenländern zu den Brauchtums-Sportarten und war beliebt als Feierabend-Spaß. Was man aber dazu brauchte, das war eine möglichst glatte Eisfläche und so begannen die Antdorfer Eisstock-Schützen zu experimentieren. Wie gut, dass Georg Wörle in Eschenlohe bei einer Asphalt-Firma beschäftigt war: Bald wurde die Asphaltbahn gebaut. Die Stöcke aus Holz, mit denen auf die Daube geschossen wird, erhielten noch einen Teller aus Kunststoff an der Unterfläche. Durch die neuen Bahnen, mit denen die Sportler wetterunabhängig wurden, wurde Antdorf bald zum Mittelpunkt des Eisstock-Sports in Süddeutschland, in Österreich und in der Schweiz.

 

Quelle: Penzberger Merkur (anneliese steibli)

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Der Vater der Asphaltbahnen