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Wer braucht Hilfe in Antdorf?

11.02.2019

Mitbürgern helfen, die allein sind, einsam, alt oder krank: Das hat sich die Antdorfer Nachbarschaftshilfe auf die Fahnen geschrieben, die im April 2018 gegründet wurde. Ein erstes Projekt des Vereins ist angelaufen. Aber etwas ganz Wesentliches fehlt noch.

 

Die Idee, einen Nachbarschaftshilfe-Verein zu gründen, wurde in Antdorf schon vor einiger Zeit geboren. Anfang vergangenen Jahres wurde es dann konkret, indem sich einige Engagierte aus dem Dorf zusammensetzten, um Nägel mit Köpfen zu machen. Mit dabei war Brigitte Piechula. „Unsere Witwer und Witwen im Dorf sind oft allein. Die Großfamilie von früher gibt es ja nicht mehr“, schildert die 63-jährige Versicherungskauffrau den Grundgedanken des Vereins, den sie seit seiner Gründung im April 2018 als 1. Vorsitzende führt.

 

Diese Einsamkeit zu durchbrechen: Das haben sich die Mitglieder der Antdorfer Nachbarschaftshilfe zur Aufgabe gemacht – und zwar nicht nur bei alten Menschen. Vielmehr, sagt Piechula, wolle man alle Antdorfer auffangen, die sich allein fühlen; also auch Alleinstehende jeden Alters. Die aktuell 24 aktiven Helfer des Vereins wollen aber noch mehr: Speziell den Senioren im Dorf wollen sie dabei helfen, ihren Alltag zu meistern. Indem sie die alten Menschen beispielsweise zu Arztterminen begleiten, für sie Einkäufe erledigen oder das Schneeräumen übernehmen. Eine feste Bezahlung für ihre Dienste – so lange sie sich im Rahmen halten – würden die Mitglieder derzeit keine einfordern, so Piechula. Allenfalls anfallende Fahrtkosten müssten die Bürger übernehmen. Aber: „Wir wollen keine Handwerker um ihr Brot bringen und wir wollen keine billige Putzhilfe sein“, stellt Piechula klar.

 

Mittlerweile mussten sie und ihre Mitstreiter aber feststellen, wie groß die Hemmschwelle der Menschen ist, Hilfe anzunehmen. Oder zuzugeben, dass man einsam ist. Deshalb zählt die Nachbarschaftshilfe derzeit zwar viele engagierte Helfer. Was aber fehlt, sind Menschen, denen sie helfen können. Dabei, da ist sich Piechula ganz sicher, gebe es davon eine Menge im Ort. „Aber niemand will seine Schwächen zeigen.“

 

Um diese Hemmschwelle ab- und Vertrauen aufzubauen, ist nun das erste große Projekt des Vereins gestartet: der Antdorfer Mittagstisch. Der findet ab sofort jeden zweiten Mittwoch im Monat im ASV-Sportheim statt. Jeder Antdorfer, der lieber in Gesellschaft isst statt allein, sei willkommen, sagt Piechula. Am ersten gemeinsamen Essen dieser Art hätten 24 Bürger teilgenommen. „Wir waren total begeistert“, so die gebürtige Antdorferin.

 

Piechula weiß, dass sie und ihre Mitstreiter Geduld haben müssen. Dabei haben sie schon so viele Pläne: unter anderem möchten sie ein Fahrzeug anschaffen, mit dem sie Besuchsdienste fahren können. Und sie möchten ein Fest organisieren, bei dem sich Menschen begegnen können. Dann hat die Einsamkeit in Antdorf keine Chance mehr.

 

Der nächste Mittagstisch

findet am kommenden Mittwoch, 13. Februar, um 13 Uhr im ASV-Sportheim statt. Eine vorherige Anmeldung ist unter der Telefonnummer 08856/91999 erforderlich. Das Essen hat Bio-Qualität. Pro Essen erhebt der Verein einen Unkostenbeitrag in Höhe von 5 Euro. Informationen zu den Leistungen des Vereins gibt es jederzeit in der Gemeinde oder persönlich bei den Aktiven des Vereins.

 

Quelle: Penzberger Merkur