„Waxnstoana“ feiern mit großem Festzug

Antdorf, den 03.06.2019

Mit einem großen Festzug durch den Ort feierte der Antdorfer Trachtenverein „D´ Waxnstoana“ am Sonntag sein 100-jähriges Bestehen. Beim Festgottesdienst am Vormittag wurde außerdem seine neue Vereinsfahne geweiht.

 

Punkt 14 Uhr kam das Signal: ein einziger Böllerschuss, der den zahlreichen Zaungästen am Straßenrand anzeigte, dass er nun los gehen würde, der große Festzug, mit dem der Antdorfer Trachtenverein „D‘Waxnstoana“ sein 100- jähriges Bestehen feierte. Wenige Tage, nachdem die Antdorfer mit anderen Trachtenvereinen den Plattler-Weltrekord aufgestellt hatten. „Pack ma‘s“, rief ein Feuerwehrler, der für die Sperrung der Straße zuständig war. Und zum Rhythmus der Trommeln des Antdorfer Trommlerzugs setzten sich die Ersten im Tross in Bewegung.

 

Über 2600 Anmeldungen für den Festzug waren bei Trachtenvorstand Andreas Huber in den vergangenen Wochen eingegangen. Alle Loisachgau-Vereine hatten Mitglieder geschickt. Dazu marschierten Angehörige anderer befreundeter Trachtenvereine mit, außerdem viele Vereine aus dem Ort; etwa der Obst- und Gartenbauverein sowie die Schützen.

Angeführt wurden sie alle am Sonntagnachmittag von dem jungen Antdorfer Benedikt, der als Taferlbua stolz das Schild seines Vereins vorantrug. Gleich dahinter: Die Antdorfer Trommler, gefolgt von zwei langen Reihen Antdorfer Trachtler: rechts die Buam und Mannsbilder, links, die Madln und Frauen.

 

Aufgereiht wie Perlen an einer Kette und sauber anzuschauen folgten all die anderen Trachtler und Musikanten: aus Seeshaupt und Penzberg, aus Hohenpeißenberg, Uffing oder Bichl. Fast alle waren sie wohlbehütet, denn die Sonne brannte heiß herab an diesem Jubiläumstag. Gut, wer da wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Bürgermeister Klaus Kostalek in der Kutsche sitzend am Festzug teilnehmen durfte.

 

Der Festzug zog sich vom Festzelt über die Hauptstraße hinauf zum Sportplatz und zurück zum Zelt. Wer ihm folgte, der konnte in nahezu jedem Vorgarten eine Fahne sehen, die anlässlich des Ehrentages gehisst worden war. Außerdem steckten an allen Zäunen blau-weiße Fähnchen und kleine Blumengebinde.

 

„Es ist ja schon was Besonderes, wenn so etwas bei uns in Antdorf gefeiert wird“, sagte eine Festbesucherin. Nahezu das ganze Dorf sei da auf den Beinen. Was nicht ganz stimmte. Denn so manche, die – meist in Tracht gekleidet – den Festzug verfolgten, hatten sich Klappstühle mitgebracht oder hockten sich kurzerhand auf den Gehsteig, um den schier endlosen Zug an sich vorbeiziehen zu sehen. Insgesamt waren es 35 Trachten- und Musikgruppen, dazu die Ortsvereine, die mitmarschierten und zwischendrin Pferdekutschen und Reiter.

 

Dem stattlichen Festzug durch Antdorf war am Sonntagvormittag ein nicht weniger festlicher Gottesdienst unter freiem Himmel vorangegangen war. Der örtliche Sportplatz war voller Menschen. Dabei wurde die neue Vereinsfahne des Antdorfer Trachtenvereins, auf die die „Waxnstoana“ besonders stolz sind, von Pfarrer Peter Seidel ebenso geweiht wie die neuen Fahnenbänder.

 

Quelle: Penzberger Merkur